Mit Fäden malen – Vielfalt der Klöppelkunst

Ausstellung im Klöppelmuseum Abenberg 5. März bis 17. Dezember 2023 Das Klöppelmuseum Abenberg zeigt eine Retrospektive der Textilkünstlerin Gabriele Grohmann aus Berlin (geb. 1935).

Gabriele Grohmann aus Berlin ist eine spätberufene Klöpplerin. Sie begann Ende der 1980er Jahre mit der komplexen Kunst des Spitzenklöppelns und arbeitete, nachdem sie die Grundlagen der Klöppeltechnik beherrschte, kreativ an der zeitgenössischen Umsetzung des mindestens 500 Jahre alten Handarbeitsverfahrens. Sie gilt als große Wegbereiterin für die zeitgenössische Weiterentwicklung des Klöppelhandwerks in Deutschland.

Im Klöppelmuseum Abenberg wird eine Einzelschau mit Grohmanns einmaligen Werken gezeigt. Dabei steht vor allem ihr experimenteller Umgang mit dem traditionellen Kunsthandwerk im Vordergrund. Neben den freien textilen Objekten zeigt die Ausstellung ihre Entwürfe und geklöppelten Objekte für Tischschmuck, Mode, Brautkragen, Taufkleid, Bilder, Schmuck und Materialexperimente.

Grohmann lässt sich unter anderem stark von der Natur inspirieren, die sie gern in Verbindung zu literarischen Vorlagen von der griechischen Mythologie über Romeo und Julia bis zu Ernst Jandl setzt. Mutig mit großer Leidenschaft für Neues, führt sie das Klöppeln hin zum zeitgenössischen künstlerischen Ausdruck. Auch hinsichtlich des Materials überschreitet sie deutlich Grenzen der Tradition: Sie verwendet neben klassischen Fäden alle möglichen Materialien zum Klöppeln wie Angellitze und Lichtleiter, Papier, Drähte und Kozo.

Eine exzeptionelle Künstlerin, die es mehr als verdient hat, im Klöppelmuseum der Burg Abenberg gezeigt zu werden und sicher viele Besucherinnen und Besucher in die Spitzenstadt locken wird.

 



©Zweckverband Burg Abenberg 2023
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